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DIENSTVEREINBARUNG


Dienstvereinbarung

Für den Personalrat ist die Dienstvereinbarung ein wichtiges Instrument, um die Rechtsverhältnisse der Beschäftigten in der Dienststelle mit zu gestalten.

Die in den Landespersonalvertretungsgesetzen und im Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) geregelten Bestimmungen zu Dienstvereinbarungen weichen teilweise erheblich voneinander ab. Grundlegend bestimmt § 73 BPersVG, dass der Abschluss von Dienstvereinbarungen nur zulässig ist, soweit das Gesetz dies ausdrücklich vorsieht. Solche Beschränkungen gibt es in Nordrhein-Westfalen im Geltungsbereich des Landespersonalvertretungsgesetzes nicht. Nach § 70 LPVG NW können sämtliche Themen, Angelegenheiten und Maßnahmen zum Gegenstand von Dienstvereinbarungen gemacht werden, die zu den gesetzlichen Aufgaben des Personalrats gehören.

Eine Dienstvereinbarung darf nicht abgeschlossen werden, wenn abschließende tarifliche Regelungen bestehen. Allerdings kann der Tarifvertrag ausnahmsweise eine Öffnungsklausel enthalten, die den Abschluss von Dienstvereinbarungen ausdrücklich gestattet. Ausführliche Informationen dazu bei Hans-Böckler-Stiftung.

Die Dienstvereinbarung wird vom Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) als „Modalität der Ausübung der Mitbestimmung“ bezeichnet. Anstatt ein förmliches Mitbestimmungsverfahren durchzuführen, kann eine Dienstvereinbarung über eine mitbestimmungspflichtige Angelegenheit abgeschlossen werden, zum Beispiel:

  • Einstellungsrichtlinien
  • Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit und der Pausen sowie die Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage
  • Auswahl der Teilnehmer an Fortbildungsveranstaltungen für Arbeitnehmer
  • Beurteilungsrichtlinien und Personalfragebögen

Der Personalrat kann die ihm zustehenden Rechte im Interesse der Beschäftigten effektiv ausüben. Er kann Dienstvereinbarungen selbst entwerfen und mit der Dienststelle verhandeln, so wie bei einem Initiativantrag.

 

Unsere Dienstleistungen

Wir können für die optimale Interessenvertretung auf ein eigenes Archiv an Dienstvereinbarungen zu vielen Themen zurückgreifen. Außerdem stellt die Hans-Böckler-Stiftung im Archiv Betriebliche Vereinbarungen kostenlos eine umfangreiche Sammlung und Auswertung von Dienstvereinbarungen bereit.

Wir unterstützen Personalräte, eine Dienstvereinbarung zu erstellen, die Gespräche mit der Dienststelle vorzubereiten und den Entwurf erfolgreich zu verhandeln.

Soll eine Dienstvereinbarung zwangsweise vor der Einigungsstelle durchgesetzt werden begleiten den Personalrat erfahren. Über Einzelheiten zu rechtlichen und praktischen Fragen informiert Rechtsanwalt Gunnar Herget im Aufsatz "Durchsetzung von Dienstvereinbarungen" in der Fachzeitschrift "Der Personalrat".

Aus unserem Team helfen dem Personalrat Gunnar Herget und Alexandra Kötting nah und collegial.

Aktuelles
CNH Newsletter 2018 Nr. 1

Mit der ersten Ausgabe unseres Newsletters im Jahr 2018 stellen wir drei Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts für die tägliche Betriebsratsarbeit vor. Inhaltlich geht es um das Bestehen eines Unterlassungsanspruchs des Betriebsrats bei rechtswidriger Abgeltung von Überstunden, die Vergütung von Umkleide- und Wegezeiten und die Verpflichtung der Betriebsparteien, schwankende Vergütungsbestandteile für die Höhe von Sozialplanabfindungen zu berücksichtigen.


BR-Wahl 2018: neue Mitglieder gewinnen

Artikel in der AiB von Ralf Heidemann

Nach den Bundestagswahlen stehen die Betriebsratswahlen an. Jetzt ist es wichtig, neue Kandidatinnen und Kandidaten für das Ehrenamt zu gewinnen. Praktische Tipps hier:


Datenschutz und Personalakte

AiB-Artikel von Nadine Burgsmüller

Die elektronische Personalakte rückt mit Digitalisierung der Arbeitswelt in das Blickfeld von Arbeitgeber und Betriebsrat.


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